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Nur Dialog schafft Frieden!
Internationale Initiative
Freiheit für Abdullah Öcalan - Frieden in Kurdistan
Pf.: 100511, D-50445 Köln
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Url: www.freedom-for-ocalan.com
Weltfriedenstag 2004 Nur
Dialog schafft Frieden!
Auch nach der Deklaration des 1. Septembers zum Weltfriedenstag durch
die UNO-Vollversammlung im Jahr 1981 bilden Kriege und bewaffnete Konflikte
einen festen Bestandteil in der internationalen Politik. Auch wenn die
Welt noch kriegerischer geworden zu sein scheint; ohne demokratische und
zivile Lösungsansätze in innerstaatlichen, nationalen und internationalen
Konflikten wird auf Dauer keine Stabilität und Sicherheit zu erreichen
sein. Die Verrechtlichung von gesellschaftlichen Konflikten und ihrer
möglichen Lösungen, eine Weiterentwicklung von internationalen
Gremien, die sich auf präventive Konfliktbewältigung ausrichten,
sind im 21. Jahrhundert wahrscheinlicher geworden. Auch der türkisch-kurdische
Konflikt ist in diesem Kontext zu sehen.
Dieser jedoch treibt derweil auf eine erneute Eskalation zu. Seit Jahresbeginn
nahmen die militärischen Operationen der türkischen Armee gegen
die kurdische Guerilla spürbar zu, weshalb diese ihren einseitigen
Waffenstillstand nach fünfeinhalb Jahren aufkündigten. Seitdem
mehren sich die militärischen Zusammenstöße in den kurdischen
Gebieten der Türkei. Dabei beruft sich die kurdische Seite auf ihr
legitimes Selbstverteidigungsrecht. So sei eine erneute Waffenruhe nur
mit einem bilateralen Waffenstillstand, der sofortigen Einstellung aller
militärischen Operationen durch die türkische Armee, der Aufnahme
des Dialoges, der Auflösung des paramilitärischen Dorfschützersystems
und durch eine spürbare Verbesserung der Haftbedingungen des Kurdenführers
Öcalan möglich. Die türkische Regierung scheint derweil
jedoch auf Zeit zu spielen. Dabei wäre gerade jetzt eine Initiative
zur friedlichen Beilegung des Konfliktes nötig. Seitens der Kurden
wurde dazu mehrmals die Bereitschaft betont. Bei den Verantwortlichen
in Ankara ist diese jedoch nicht ersichtlich. Auch die jüngsten Drohungen
des türkischen Generalstabschefs, Hilmi Özkök, gegen die
kurdische Seite mit staatsterroristischen Maßnahmen vorgehen zu
wollen, lassen kaum auf eine Entspannung der Situation hoffen. Die kurdische
Frage bleibt weiterhin ungelöst.
Zwar hat die türkische Regierung im Rahmen des Annäherungsprozesses
an die Europäische Union mehrere Gesetzesänderungen verabschiedet,
die u. a. auch den Kurden mehr kulturelle und politische Rechte zugestehen.
In der Praxis erweisen sich diese leider immer mehr als Makulatur. Immer
noch hält die katastrophale Menschenrechtslage an. Weiterhin werden
Oppositionelle repressiv verfolgt. Demgegenüber bleibt die Haltung
der europäischen Mitgliedsstaaten zwiespältig. So glauben einige
EU-Erweiterungsstrategen, dass sich die Kurdenproblematik
ausschließlich im Rahmen der Kopenhagener Kriterien lösen ließe.
Diese können jedoch nur ein Anfang einer Konfliktlösung sein.
Für eine dauerhafte Lösung bedarf es jedoch der Beteiligung
aller Konfliktparteien. Eine solche wird jedoch auch durch die Verantwortlichen
innerhalb der EU erschwert, die bisher keine Notwendigkeit zum Dialog
mit der kurdischen Seite sehen.
Als internationale Friedensinitiative sind wir über die aktuellen
Entwicklungen sehr besorgt. Der türkisch-kurdische Konflikt darf
nicht weiter eskalieren. Ein erneuerter Krieg bedeutet nur weiteres Leid
von Millionen, was eine Konfliktlösung nur noch weiter erschwert.
Deshalb bedarf es auch des konstruktiven und vermittelnden Engagements
der internationalen Staatengemeinschaft. Die Aufnahme des Dialoges mit
allen Konfliktparteien wäre ein wertvoller Beitrag zu einer Lösung.
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