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Die Rede von Rechtsanwalt Len
Weinglass... ...auf der Demonstration für die Freiheit und das Leben von Mumia Abu-Jamal und für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit: Als einer von 3600 Menschen, die in den USA auf die Hinrichtung warten, begrüßt Mumia Euch und bedankt sich bei Euch dafür, daß Ihr aufsteht gegen die Politik der USA, Menschen hinzurichten. In den letzten 4 Wochen sind 4 Menschen hingerichtet worden, die noch nicht einmal 18 Jahre alt waren, als sie verurteilt wurden für Taten, die sie zu dem Zeitpunkt begangen hatten. Sie wurden hingerichtet, obwohl sie Minderjährige waren. Und es sind noch 70 weitere Menschen in den Todestrakten in den USA, die ebenfalls unter 18 Jahre alt waren, als sie zum Tode verurteilt wurden. Im vergangenen Jahr fanden in den USA mehr Hinrichtungen statt als in all den Jahren zuvor. Insgesamt wurden 98 Menschen hingerichtet. Das sind so viele wie zuletzt im Jahr 1949, und während dieses Jahr anfängt und weitergeht, wird die Zahl der Hinrichtungen noch die Zahl vom Vorjahr übersteigen. Die Fragen der ethnischen Zugehörigkeit und der Klassenzugehörigkeit sind die entscheidenden Faktoren dabei, ob jemand im Todestrakt landet oder nicht. Das ist eine Schande und ein nationaler Skandal. Ich fordere wen auch immer aus der amerikanischen Botschaft dahinten am Ende der Straße auf, auf die Straße zu kommen und mit mir öffentlich über diese Themen zu diskutieren und mich zu widerlegen. Die USA müssen endlich begreifen, daß die ganze Welt sie beobachtet, und daß diese Hinrichtungen, daß das Morden aufhören muß. Das Recht auf Leben ist ein grundsätzliches Menschenrecht, und wir können es nicht zulassen, daß das Land, das überall auf der Welt behauptet, es würde die Menschenrechte verteidigen, gleichzeitig seine Armen, seine Jugend und seine politischen Gegner hinrichtet. Mumias Fall ist keineswegs außergewöhnlich, sondern in seinem Fall zeigt sich eine ganz normale Struktur, die viele andere auch betrifft.Und diese Struktur und dieses Muster, was wir sehen, besteht daraus, daß Mumia zum Beispiel es nicht gestattet wurde, wirkliche Geschworene zu haben, afro-amerikanische Geschworene, sondern es waren mehrheitlich weiße Geschworene, die über ihn zu Gericht saßen. Die Zeugen, die für ihn aussagen wollten, wurden von der Staatsanwaltschaft eingeschüchtert. Beweismaterialien wurden gegen ihn fabriziert. Der Richter, der über Mumia zu Gericht saß, war ein ehemaliger Polizeibeamter. Damals hatte Mumia einen Anwalt, der selber zugab, inkompetent und unerfahren zu sein. Mumia hatte kaum Mittel zu seiner Verteidigung. Der einzige Unterschied in Mumias Fall zu all den anderen Fällen ist, daß er ein politischer Gefangener ist. Er wurde das Opfer einer politischen Verfolgung. Er war Ziel staatlicher Repression aufgrund seiner politischen Aktivitäten. Er ist ein politischer Gefangener. Dieses Jahr ist die kritische Phase in Mumias Verfahren angebrochen; denn jetzt befindet sich Mumias Verfahren vor dem Bundesbezirksgericht, vor dem er versucht, endlich ein neues Verfahren zu bekommen. Wir brauchen Eure Unterstützung jetzt mehr denn je, mehr als zuvor! Und zu denen, die Mumia unterstützen, und die Teil dieser Bewegung sind, gehören auch Nelson Mandela, Angela Davis, Günter Grass und viele andere.
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