Im folgenden dokumentieren wir
Auszüge einer Erklärung von Cemil Bayik -
Mitglied des ZK der PKK und Oberkommandierender der ARGK
(Volksbefreiungsarmee Kurdistans) - vom 17. Februar,
gesendet in den Hauptnachrichten von Med TV:
Im Namen aller Freiheitskämpfer
spreche ich mein respektvolles Beileid für unsere in
Berlin von den israelischen Mördern erschossenen
Menschen aus. Ich hoffe, daß der deutsche Staat
dieses Massaker aufklärt. Es darf nicht verschleiert
werden.
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Bei der Entwicklung des Komplotts
spielt die Doppelzüngigkeit Europas eine wichtige
Rolle. Europa muß zumindest seine Verantwortung
dafür sehen, die sowohl historisch als auch aktuell
ist. Es sollte von nun an keine Fehler mehr machen. Die
körperliche Unversehrtheit unseres Vorsitzenden
Abdullah Öcalan muß uneingeschränkt
garantiert werden. Europa muß dafür seiner
moralischen wie rechtlichen Verantwortung gerecht werden.
Dabei fällt der italienischen Regierung eine
besondere Rolle zu, denn in Italien existiert ein Antrag
unseres Vorsitzenden auf politisches Asyl. Jedoch nicht
nur Italien, sondern alle europäischen Staaten und
Regierungen müssen in dieser Sache Druck auf die
Türkei ausüben.
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Auch Europa befürchtet ja eine
inhumane Behandlung unseres Vorsitzenden. Daher ist es
verantwortlich für seine körperliche
Unversehrtheit und dafür, daß ein
internationales Gericht für unseren Vorsitzenden
zuständig ist. Falls Europa diese Aufgabe nicht
wahrnimmt, wird kein internationales Gesetz mehr für
uns Gültigkeit haben. Denn wenn auf der einen Seite
gegen so viel internationales Recht verstoßen wird
und dieses Kidnapping an unserem Vorsitzenden begangen
wird, wäre es verlogen, von uns zu verlangen, uns an
internationale Gesetze zu halten. Wir haben uns bis heute
an internationalen Gesetzen und Rechten orientiert. Unser
Vorsitzender hat - wie Europa weiß - die Genfer
Konvention unterschrieben. Im Gegensatz dazu ist das, was
mit ihm selbst jetzt gemacht wurde, eine unmenschliche
und illegale Aktion. Trotzdem sehen wir nur die
gleichgültige Ruhe Europas. Die europäischen
Staaten müssen jedoch ihrer Verantwortung gerecht
werden.
Unser Volk kennt die Kräfte, die
hinter diesem Komplott stehen, nur zu gut. Unser Volk
muß sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen.
Es ist unentwegten Angriffen und drohender Vernichtung
ausgesetzt. Seine Würde wird mit Füßen
getreten. Jedoch darf sich unser Volk bei der Wahrnehmung
seines Rechtes auf Selbstverteidigung nicht
außerhalb des demokratischen Rahmens bewegen. Denn
die Türkei und einige europäische Kräfte
sind bemüht, den legitimen Widerstand unseres Volkes
als undemokratisch darzustellen. Sie wollen dadurch ihre
Beteiligung an dem Komplott verschleiern. Das darf nicht
zugelassen werden. Unser Volk muß den Kampf
für seine demokratischen und nationalen Rechte und
für den Erhalt seiner Würde vollständig im
legitimen Rahmen führen. Das ist das natürliche
Recht unseres Volkes. Es muß dieses Recht effektiv
nutzen.
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Unser Volk und unsere Freunde
müssen unserer Partei und unserer Armee vertrauen.
Auch wenn unser großer politischer Führer
gekidnappt worden ist, heißt das nicht, daß
unsere Partei und unsere Armee geschwächt ist.
Unsere Partei, unsere Armee und unsere Frontorganisation
steht heute auf eigenen Füßen. Das muß
jedem klar sein. Spekulationen darüber, ob die
Partei von nun an weiter machen kann, die Revolution
weiter geführt wird, was sich noch alles ergeben
kann,... u.s.w., sind unangebracht. Es gibt keinen
Anlaß zu diesen Spekulationen oder Bedenken. Die
Einheit unserer Partei heute und die Verbundenheit mit
ihrem Vorsitzenden ist stärker als je zuvor. Ich
möchte in aller Ruhe zum Ausdruck bringen, daß
sich dies in den nächsten Tagen festigen wird. Jeder
Patriot kann davon überzeugt sein.
Unserer Vorsitzender Apo hat in
Voraussicht einer solchen Situation, wie sie heute
besteht, Vorkehrungen getroffen, die die Entwicklung der
Partei und des Befreiungskampfes auch in seiner
Abwesenheit ohne Verzögerung fortsetzen werden.
Heute ist jeder Kurde in der Lage, wie ein Apo zu sein
und sollte wie ein Apo handeln. Apo und das kurdische
Volk haben sich vereint.
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Wir rufen alle humanitären und
progressiven Kräfte dazu auf, ihre Ernsthaftigkeit
nun zu beweisen. Ansonsten wird die Menschlichkeit eine
große Wunde davontragen. Wer das nicht will,
muß den würdevollen Kampf des kurdischen
Volkes unterstützen. Wir begrüßen,
daß unser Volk sich für seinen Vorsitzenden
und für die Menschlichkeit erhoben hat. Und wir
beteuern hier als Freiheitskämpfer, daß wir
alles dafür tun werden, dem gerecht zu werden. Der
Sieg wird früher oder später unser sein. Es
wird der Sieg unseres Volkes sein. (
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