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Zu
den Haftbedingungen von Abdullah Öcalan - Situation von Abdullah
Öcalan weiterhin ungeklärt!
International Initiative
Freedom for Ocalan Peace in Kurdistan
P.O. Box 100511, D-50445 Koeln
E-Mail: info@freedom-for-ocalan.com
Url: www.freedom-for-ocalan.com
Aufgrund der kritischen Situation von Abdullah
Öcalan dokumentieren wir untenstehend eine Erklärung seiner
Rechtsanwälte:
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Asrin Hukuk Bürosu
Asmali Mescit Mah. Sehbender Sok.
No:18 D.3 Beyoglu/Istanbul/Türkiye
Tel.: +90 212 2929551
Fax: +90 212 2929553
Istanbul, 16. Januar 2003
Zu den Haftbedingungen von Abdullah
Öcalan - Situation von Abdullah Öcalan weiterhin ungeklärt!
Seit seiner illegalen Verbringung am 15. Februar 1999 in die Türkei,
wird Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali unter schwersten
Isolationshaftbedingungen gefangengehalten. Die im türkischen Marmarameer
gelegene Insel ist weitläuf als militärisches Sperrgebiet deklariert.
Die seit mehr als vier Jahren andauernden schweren Isolationshaftbedingungen
unseres Mandanten stehen im krassen Gegensatz zu internationalen und nationalen
rechtlichen Mindeststandarts. Insbesondere das Recht auf eine angemessene
Verteidigung wird Abdullah Öcalan vorenthalten. Diese willkürliche
Praxis nimmt immer mehr sytematische Züge an.
Unter normalen Umständen steht Abdullah Öcalan einmal pro Woche
ein Anwaltsbesuch zu. Dieser ist auf eine Stunde begrenzt und auf den
Mittwoch festgelegt. Besuch von seinen nächsten Familienangehörigen
ist ein mal pro Monat möglich.
Seit dem 18. September 2002 konnten wir jedoch mit unserem Mandanten nur
insgesamt dreimal zusammentreffen. Alle anderen Besuchstermine wurden
mit der Begründung widriger Witterungsverhältnisse verhindert.
Seit mehr als sieben Wochen existiert keine unabhängige Information
über die Situation unseres Mandanten. Diese neue Dimension von Isolation
hat schon längst die Grenze des Akzeptablen überschritten. Aus
diesem Grund sind wir ernshaft um die Sicherheit von Leib und Leben unseres
Mandanten besorgt.
Deshalb haben wir uns mit mit verschiedenen Beschwerden an das Justizministerium,
an die Staatsanwaltschaft in Bursa und Menschenrechtskommission der türkischen
Nationalversammlung gewandt. Diese sind jedoch bisher unbeantwortet geblieben.
Auf gleicher Grundlage haben wir uns am 6. November 2002 auch an das Antifolterkomitee
des Europarates mit der Bitte gewandt, erneut die Haftbedingungen auf
der Gefängnisinsel Imrali zu überprüfen. Desweitern wurde
von uns beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde
eingelegt.
Trotz dieser Bemühungen konnten wir bisher keine Veränderung
der oben beschriebenen Situation erreichen. Sämtliche Versuche von
den verantwortlichen Stellen eine Auskunft über die Situation unseres
Mandanten zu erlangen sind ergebnislos geblieben. In Anbetracht der Stellung
und Funktion unseres Mandanten ist eine Eskalation der Situation nicht
mehr auszuschließen. Die Anteilnahme der internationalen demokratischen
Öffentlichkeit ist gefordert. In dieser kritischen Situation appellieren
wir an die europäische Staatengemeinschaft, sich bei der Türkei
für die Sicherheit und das Leben von Abdullah Öcalan einzusetzen.
Die Situation unsers Mandanten muss unverzüglich geklärt werden.
ASRIN HUKUK BÜROSU
(Übersetzung: Internationale
Initiative "Freiheit für Abdullah Öcalan - Frieden in Kurdistan")
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