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Inhalt:
Öcalan-Verfahren:
Neuer Termin
Interview mit den Anwälten Hadice Korkut und Dogan Erbas
Perspektiven
einer politischen Lösung der kurdischen Frage in der Türkei
von Riza Erdogan
Die
EU muß Druck machen
Interview mit Prof. Bruno Ficili vom Internationalen Institut für
Friedensforschung in Syrakus
Das
Ziel ist Frieden
Hugo van Rompaey an und über die kurdische Bewegung
Kurdische
Frage und Völkerrrecht
Über ein neues Gutachten von Prof. Dr. Norman Paech zu den rechtlichen
Grundlagen zur Lösung der kurdischen Frage
von Klaus Happel
Leserbief
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Liebe
Leserinnen und Leser,
Zwangsläufig
haben die schrecklichen Angriffe vom 11. September 2001 gegen die Vereinigten
Staaten von Amerika die internationale Politik verändert. Noch ist
nicht absehbar, inwieweit sich dies auf vorhandene Konflikte und politische
Gleichgewichte in den bekannten Krisenregionen auswirken wird. Jedoch
ist jetzt schon klar, dass die politische Auseinandersetzung nun mit dem
Menetekel "internationaler Terrorismus" ein neues Instrumentarium
erhalten hat.
Auch in der Türkei versuchen diejenigen Kräfte die weltweite
Diskussion um die Bekämpfung des "internationalen Terrorismus"
zu nutzen, die ihre Existenz auf den türkisch-kurdischen Konflikt
gründen. Offen fordern sie ein verstärktes Vorgehen gegen die
kurdische Bewegung und andere oppositionelle Kreise. Selbst die Vollstreckung
des Todesstrafe an Abdullah Öcalan wird in den türkischen Medien
wieder diskutiert.
Wie auch die militärische Reaktion der Vereinigten Staaten von Amerika
ausfallen wird, der Entwurf einer sicheren Welt lässt sich nur dann
verwirklichen, wenn die komplexen Ursachen der zahlreichen Konflikte beseitigt
werden, auf deren Nährboden solch apokalyptische Gewalttaten erst
möglich werden.
Anstelle einer allgemeinen "Law and Order"-Doktrin müssen
auch in den zahlreichen Krisenregionen dieser Welt Menschenrechte, Demokratie
und rechtsstaatliche Prinzipien gefördert werden. Hierbei kommt der
internationalen Gemeinschaft eine hohe Verantwortung zu.
Die Zusammenarbeit aller demokratischen Kräfte ist dabei notwenig,
um diesen Prozess in Gang zubringen. Die kurdische Seite hat gezeigt,
dass sie zu einer solchen Zusammenarbeit bereit ist.
In dieser
Ausgabe dokumentieren wir unter anderem einen Redebeitrag von Riza Erdogan,
Mitglied im Exekutivkomitee des Kurdischen Nationalkongresses, bei einer
Podiumsdiskussion der Internationalen Initiative über Lösungsperspektiven
der kurdischen Frage.
Wir geben außerdem den Inhalt eines Gesprächs wieder, das ASITI
mit dem belgischen Ehrensenator Hugo van Rompaey führte. Prof. Bruno
Ficili vom Internationalen Institut für Friedensforschung in Syrakus,
Sizilien, betont in einem Interview mit ASITI die Wichtigkeit europäischen
Engagements in der kurdischen Frage.
...und zuletzt:
Dieses Bulletin kostet Geld, weswegen wir auch diesmal um freigebige Spenden
bitten.
Die Redaktion,
Köln, im September 2001
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