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Inhalt Als
Menschenrechtsaktivisten befürchten wir das Schlimmste |
An die Lesenden, Die erste Ausgabe dieser Publikation kommt in zeitlicher Nähe der österlichen Aktivitäten der Friedenskräfte im deutschsprachigen Raum in die Hände der Lesenden. Das ist eher ein Zufall, aber für den sind wir gar nicht so unglücklich, weil die Arbeitsbereiche und die tatsächlichen Stärken so weit auseinander nicht liegen. Die Internationale Initiative begreift sich als eine internationale Friedensorganisation, die sich für eine politische Lösung des türkisch-kurdischen Konfliktes einsetzt. Das neue Bulletin der Internationalen Initiative will dieses Thema transparent machen. Zu dem gemeinsamen Bemühen um Frieden und Gerechtigkeit gehört auch der notwendige 'Blick über den eigenen Zaun'. Aus diesem Grund werden wir von Fall zu Fall einer Organisation die Gelegenheit bieten, sich hier darzustellen. Das werden auch Formationen sein, die nicht unbedingt etwas mit unserer Schwerpunktsetzung zu tun haben. Der 'Blick über den eigenen Zaun' soll auch zum besseren Verständnis unserer Völker beitragen. Es gibt erfreulich viel Engagement und es fehlen vielfach die Kenntnisse über einander, die gemeinsames Handeln ermöglichen könnten. Diese Defizite mit abzubauen wird neben der Hintergrundinformation zu Kurdistan, der Türkischen Republik und der diesbezüglich deutschen/europäischen Politik, eine Schwerpunktaufgabe des neuen Bulletins sein. In dieser Ausgabe stellen wir eine Reihe von Interviews, Hintergrundberichten vor, die einen ersten, längst nicht vollständigen, Einblick in die Debatten- und Entscheidungsprozesse der friedenspolitisch aktiven Kräfte in der TR ermöglichen sollen. Sehr bewusst meiden wir den Begriff 'Friedensbewegung', weil damit im Verständnis der deutschsprachigen Öffentlichkeit die großen Demonstrationen gegen Ende der Blockkonfrontation hängen geblieben sind. Das die Zahlen der Freundinnen und Freunde, deren Einsatz für den Frieden öffentlichkeitswirksam ist, heute damit verglichen bescheiden anmuten, darf und soll nicht darüber hinweg täuschen, dass es auch den europäischen Friedenskräften nach dem alten Sprichwort 'Totgesagte leben länger' geht. Das Spektrum der Friedensarbeit ist noch immer erfreulich groß, die Fachkompetenz und der Einsatz der dort wirkenden unbestreitbar. Was wir uns wünschen, und worin wir mit unseren Kräften mitwirken werden, ist, dass die Bemühungen um eine politische Lösung der kurdischen Frage stärker in das öffentliche Bewusstsein gelangen. Die 'Kurdische Frage' ist aufgrund der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Zusammenhänge auch eine 'Europäische Frage', die nur im solidarischen Handeln der Friedenskräfte der beteiligten Nationen beantwortet werden kann. Die Redaktion, Köln, im März 2001 |